Berufliche Veränderung: Beruflich neu orientieren mit 40?

Berufliche Veränderung mit 40 Chancen

Sie haben die 40 überschritten, wünschen sich berufliche Veränderung, wollen sich beruflich neu orientieren, einen neuen Job suchen, sogar die Branche wechseln. Als Quereinsteiger punkten, eine Weiterbildung besuchen und für das Neue die Schulbank drücken? Gratulation!

Nach 40 ist eine berufliche Veränderung meistens mit Aufwand verbunden; etwas Neues zu finden ist eine Herausforderung und Umbruch zugleich. Weil sich eine solche Veränderung auch auf die Persönlichkeit auswirkt, gilt es für den neuen Kurs genügend Zeit einzuplanen.

Und, die Familie nicht vergessen. Denn, ohne Unterstützung ist jeder Wandel schwierig.

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Wenn Sie sich beruflich neu orientieren, beeinflusst dies zeitgleich die Familie. Natürlich möchte die Partnerin bei der Umorientierung mitreden. Wenn die Idee zur Veränderung aufgrund beruflicher Unzufriedenheit, Stress und Belastung im Job entstanden ist, dann wird einer Neuorientierung nichts entgegen stehen.

Schließlich gilt es einer Gesundheitsschädigungen vorzubeugen.

Persönliche Veränderung mit Motivation

Fehlende Arbeitsmotivation, Unzufriedenheit oder Unlust bei der Arbeit. Warum wollen Sie sich verändern? Ausgebrannt? Ein drohendes Burnout?

Dabei können die Gründe für einen Jobwechsel verschieden sein. Berufliche Veränderung wegen einer Kündigung? Wenn Ihnen gekündigt wurde, haben Sie wahrscheinlich noch den Schock der Kündigung in den Knochen. In jedem Fall hilft eine Auslegeordnung, eine Standortbestimmung, um zu klären.

Gespräche nach einer Kündigung

Reden Sie! Egal mit wem, Sie sollten das Herz ausschütten, Frust und Ärger von der Seele reden. Spülen! Erst jetzt beginnt die Veränderungsarbeit, der "Change" und die neue Berufsfindung.

Dabei werden in der Literatur verschiedene Change-Phasen beschrieben, die ich jedoch nur für den Theoretiker wichtig halte. Entscheidender ist am Anfang, dass Sie Ihr Selbstbild aktualisieren.

Listen Sie Ihre Stärken, Schwächen und persönlichen Kompetenzen auf: Welcher Beruf ist der richtige für mich?

Einfacher geht es natürlich mit einer professionellen Potenzialanalyse.

Im Kern geht es darum, dass Jobsuchende bei der Neuorientierung ihre Bedürfnisse und was sie motiviert gründlich analysieren. Notfalls in Eigenregie.

Dabei hilft bereits, wenn Sie Orte, Gelegenheiten, Arbeiten usw. auflisten, die in der Vergangenheit besonders motivierend gewirkt haben. Weil die Motivation eines Menschen aufgrund seiner Bedürfnisse und Motive entsteht, empfehle ich diesem Aspekt vor jeder Veränderung viel Aufmerksamkeit zu widmen.

Motive sind der Motor für Motivation: Motive verleihen unserem Handeln Richtung und Antrieb. Dort liegt häufig die Ursache, wenn im Job Energie und Kraft fehlen.

Bevor Sie sich neu orientieren, bitte Motive klären!

Fehlender Lebenssinn und das Gefühl neben sich zu stehen könnten der Idee einer Veränderung ebenfalls Nahrung geben.

Berufswechsel? Einverstanden, aber bevor Sie sich neu orientieren und die Branche wechseln, eine Frage:

Was motiviert Sie? Was freut Sie? Welche Arbeit stimmt Sie zufrieden?

Eine Kursänderung in beruflichen Angelegenheiten will gut überlegt und vorbereitet sind. Besonders, wenn Sie schon eine längere Berufslaufbahn hinter sich haben.

Bauen Sie auf Ihre Erfahrungen, listen Sie alles auf, was Ihnen Freude bereitet. Dabei helfen Ihnen die drei Beiträge zu den wichtigsten Motiven, die im Berufsleben eine Rolle spielen.

Neben den Motiven spielen natürlich die wirtschaftliche Rahmenbedingungen bei einer erneuten Berufswahl eine wichtige Rolle.

Was sind Beruf mit Zukunft, welches sind die Aussichten einer Brachen?

Berufe und Branchen verändern sich. Wir werden zukünftig vielen Veränderungen ausgesetzt sein, Digitalisierung, Industrie 4.0 um nur zwei Stichworte zu nennen.

Deshalb: Berücksichtigen Sie Ihr Potenzial und die persönlichen Eigenheiten, um darauf aufzubauen, damit die neue Berufstätigkeit für Zufriedenheit und Lebenssinn sorgt.

Traumjob suchen

Berufsanfänger möchten von Beginn an alles richtig machen. Egal in welcher Lebensphase, sie wollen Ihre Berufung finden.

Prestige, Spass, ein gutes Einkommen und Lebenssinn!

Alles soll durch den richtigen Beruf garantiert werden. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Leider ist die Frage nach dem "richtigen" Beruf selten in einem Satz zu beantworten.

Persönlichkeit, Potenziale und Stärken des Einzelnen sind für die berufliche Neuorientierung auf jeden Fall zu berücksichtigen. Nach 40 wird die Suppe auch nicht mehr so heiß gegessen.

Trotzdem.

Als Quereinsteiger in die neue Branche, sind Sie gut beraten, langfristig zu agieren und sich für die Veränderung Zeit lassen.

Übereilte Entschlüsse sind später nur mit zusätzlichen Kosten möglich.

Stellen Sie deshalb Ihre Person in den Mittelpunkt.

In welchem Arbeitsumfeld man arbeiten möchte ist persönlich. Einer möchte allein und hoch konzentriert in der Arbeit versinken. Ein anderer fühlt sich besonders wohl, wenn er zusammen mit Arbeitskollegen an einem Projekt arbeitet.

Wer ständig Action sucht möchte Routine vermeiden. Hingegen liebt ein anderer gerade das routinierte Handeln und tun.

Auch zur Arbeit in Gruppen gibt es unterschiedliche Vorlieben. Denn Beziehungen zu Arbeitskollegen nehmen wir unterschiedlich wahr.

Es gilt also Chancen zu erkennen und diese verantwortlich und aktiv zu nutzen. Neben der persönlichen und wirtschaftlichen Analyse durch den Verstand sollten aber auch die Emotionen mit ins Boot geholt werden. Damit sichern Sie sich einen langen Atem und Selbstmotivation für die Veränderung.

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