Stressbewältigung: Wie Sie im Büro Stress vermeiden?

Stressbewältigung: Stress vermeiden und abbauen

Stress und Anspannung bestimmen Beruf und Alltag weshalb Stressbewältigung heute zu den Kompetenzen eines Menschen gehören sollten. Nicht schneller oder effektiver müssen wir die Dinge erledigen, wir sollten lernen, wie Stress zu vermeiden ist, sofern möglich.

Natürlich gelingt uns das nicht immer, Druck und Stress gehören auch zum Alltag und unser Nervensystem ist in der Lage mit Stress umzugehen, aber nur so lange schwere Belastungen nicht dauerhaft auf unser Nervensystem einwirken. In diesen Fällen können chronische Erkrankungen die Folge sein. Es muss also möglich sein, gezielt den Parasympathikus zu aktivieren, sozusagen bewusst zu regenerieren.

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Ich hoffe, Sie können mit Stress umgehen und erfreuen sich guter Gesundheit, oder wenn Sie mehr zur Stressbewältigung wissen möchten, dass Sie neue Erkenntnisse gewinnen und davon profitieren. Über Ihr Feedback würde ich mich freuen!

Stress am Arbeitsplatz

Gezielt Stress abbauen und den Teil des Nervensystems aktivieren, der für Regeneration, Abwehr und Kreativität verantwortlich ist eine Sache. Denn andernfalls laufen wir Gefahr zu erkranken und schließlich ins Burnout zu schlittern. Nicht nur der Stress am Arbeitsplatz sorgt für Druck und Belastung, auch die ganz normalen Stressquellen im Alltag sind alles andere als harmlos.

Trennungen, sei es eine Scheidung oder der Tod und endgültige Abschied von einem geliebten Menschen, gelten als prominente Stressauslöser. Auch Dauerkonflikte im Berufsalltag, oder Nachtarbeit im Büro gehören zudem zu den Stressfaktoren die den Sympathikus anregen. Bei chronischem Stress ist das vegetative Nervensystem ständig auf Alarm geschaltet. Nonstop fließt Adrenalin durch die Blutbahnen und sorgt dafür, dass Organe, Gefäße und Drüsen unter Druck stehen. Dauerstress kann langfristig nicht gut sein, chronische Erkrankungen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die Folge.

Unter Stress ist zudem die Schmerzempfindlichkeit vermindert, wir fühlen Schmerzen, Hunger und Durst nicht mehr. Unter Stress verfügen wir über eine verminderte Selbstwahrnehmung. Sie wissen dann nicht mehr, wie es Ihnen geht! Forscher haben sogar heraus gefunden, dass Menschen unter Druck viel empfänglicher für Fremdziele sind. Druck macht uns zu empfänglich für Manipulationen. 

Wie kann man Stress vermeiden

Das ist die andere Sache, wenn wir die falschen Ziele verfolgen. Dazu gehören Fremdziele genau so wie Ziele die nicht den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Unbewusst überfordern wir uns so, negative Gefühle und eine latente Unzufriedenheit sind die Folgen.

Bei Fremdzielen verhält es sich wiederum gleich. Druck, Angst und Überforderung vermindern den Selbstzugang. Ich weiß nicht mehr was ich will und ob das was ich tue wirklich das ist was ich möchte. Unbewusst verfolge ich vielleicht Leistungsziele und Arbeitstätigkeiten die mein Arbeitgeber (Fremdziele) bestimmt. Daran ist erst einmal nichts Falsches.

Aber, erst mit Selbstgespür kann ich Eigenziele bzw. Fremdziele unterscheiden. Diese persönliche Kompetenz schützt mich davor, entgegen meinen eigenen Bedürfnissen ein Leben lang fremde Aufgaben zu erfüllen, ohne mit diesen im Einklang zu stehen. Ich muss mir folglich einen Arbeitgeber suchen dessen Aufgaben und Ziele mit meinen Bedürfnissen übereinstimmen.

Tipp: Ressourcen gegen Stress

Damit vermeide ich latenten, unbewussten, Stress und sorge langfristig für psychische Gesundheit. Selbstgespür und Selbstzugang sind demnach wichtige Ressourcen mit denen ich stabilisierend auf meine Gesundheit einwirken kann. Damit schütze ich mich vor Stress und chronischem Energieverlust.

Natürlich ist es notwendig die eigenen Bedürfnisse zeitlich begrenzt den Bedürfnissen des Arbeitgebers unterzuordnen. Selbstkontrolle bzw. Disziplin ist eine Schlüsselkompetenz mit der ich meine persönlichen Bedürfnisse unterdrücken kann.

Leider ist diese Selbststeuerungsfähigkeit auch Ursache für Energieverlust und chronischem Stress bis hin zu Burnout. Denn die langfristig Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse hat eine fatale Wirkung auf die psychische Gesundheit.

Wer ein ganzes Arbeitsleben lang die persönlichen Bedürfnisse unterdrück, bzw. nicht spürt, betreibt unbewusst Raubbau und zerstört seine Gesundheit.

Selbstmotivierung gegen Stress

Daneben kann man eine berufliche Neuorientierung anstreben, um einen Arbeitsplatz zu suchen, der besser mit den eigenen Bedürfnissen und Potenzialen übereinstimmt. Dabei sollte jedoch auch die Fähigkeit der Selbstmotivierung genügend beachtet und gegebenenfalls geübt werden.

Erst wer sich selbstwirksam erlebt und zielorientiert handelt, gewinnt die innere Überzeugung, dass selbst unter hoher Arbeitsbelastung die anstehenden Aufgaben zu meisten sind. Viel Arbeit, eine lange Aufgabenliste kann nur mit einer Handlungsstrategie gemeistert werden. Schon allein die Tatsache zu wissen, wie man der hohen Arbeitsbelastung begegnen kann, eliminiert eine Stressquelle.

Mobbing, Druck oder psychische Einflussnahme am Arbeitsplatz sind weitere Stressquellen denen man mit anderen persönlichen Kompetenzen begegnen kann. Er geht um die Fähigkeit sich selbst zu beruhigen. Selbstberuhigung klingt einfach, aber viele Berufstätige versinken leider in einer negativen Dauerschleife und finden nur schwer wieder zu innerer Ruhe.

Stressquellen: überforderte Motive

Wahrscheinlich gehören unsere Bedürfnisse und Motive zu den Antreiber im täglichen Leben des Einzelnen. Motive entscheiden warum wir etwas tun. Jeder hat eine individuelle Ausprägung seiner Motive. Neben den biologischen Bedürfnissen sind das: Leistungsmotiv, Machtmotiv und Beziehungsmotiv.

Motive sorgen für zielgerichtetes Handeln

Weil Motive einen bedeutenden Anteil auf unser Wohlbefinden haben, finden Sie weitere Beiträge zu den einzelnen Motiven die auch in der Motivationspsychologie eine entscheidende Rolle spielen:

Wenn eine Person verstärkt Energie in die Erfüllung von Leistungszielen steckt, ohne selbst über ein gleich hohes Bedürfnis nach Leistung zu verfügen, dann führt diese Diskrepanz zu latenter Überforderung. Es ist eine unbewusste Stressquelle und deshalb gefährlich.

Dazu erlauben mir die Kenntnisse über die Ausprägung meiner Motive, dass ich motivgerechte Ziele setzen kann. Ich mache ein Beispiel, um Ihnen ein Gefühl dafür zu vermitteln. Denken Sie zurück an die Schulzeit. Zu meiner Zeit gab es Lehrpersonen, die wollten keine Noten vergeben. Die Leistungsnoten abschaffen, damit die Schüler weniger Stress haben. Was die einen Schüler zu Freudensprüngen veranlasste, entmutigte aber leistungsorientierte Schüler. Der Weg ist das Ziel, mag für viele verlockend klingen, aber für Menschen mit einem hohen Leistungsmotiv hemmt es jeden motivierenden Antrieb.

Latente Stressfaktoren gilt es deshalb zu vermeiden. Stressbewältigung mittels Zeitmanagement oder schnellerem Handeln als Hilfe zur Effektivitätssteigerung "verführt" in die falsche Richtung. Sobald Selbstoptimierung darauf hinaus läuft, schneller, besser und mehr zu erreichen, kann es nicht funktioniert, vor allem, wenn der Sympathikus in Aktion tritt. Der Gegenspieler des Parasympathikus ist dann in Aktion, wenn es zu kämpfen oder zu flüchten gilt. Und wer möchte das schon, am Arbeitsplatz.

Stressbewältigung: bedürfnisgerechtes Berufsleben

Stressbewältigung bedeutet, dass Sie Ihre Persönlichkeit entwickeln, indem Sie persönliche Kompetenzen trainieren und Ihre Ressourcen zielgerecht zur Stressbewältigung nutzen. Was heisst das? Sie sorgen für effiziente Stressbewältigung und Burnout Prävention, wenn Sie wissen wie Sie Ihr vegetatives System auf Erholung schalten.

Bewusst den Parasympathikus zu aktivieren, den Sympathikus abschalten und damit Druck heraus nehmen. Das mag für harte Männer und gestandene Kämpferinnen unbefriedigend klingen, die Forderung ist deshalb trotzdem zielführend. Sobald Sie diese Schlüsselkompetenz gelernt haben, werden Sie Stress vermeiden können, dort wo Stress vermeidbar ist und Sie werden wissen wie im Anschluss nach Druck und Belastung für Erholung zu sorgen ist. 

Wenn Sie bis hier, alles gelesen haben, dann zähle ich Sie zu den stresserfahrenen Menschen. Egal, ob Sie schon wissen, wie mit Druck und Belastung umzugehen ist, oder ob Sie unter der Alltagslast von Dauerstress leiden, ich hoffe, Sie wurden inspiriert und haben neue Erkenntnissen gewonnen. Glückwunsch! Wenn nicht, dann sehen wir uns hier wieder ;-)) gerne auch bei einem Berufscoaching oder beim individuellen Selbstmanagement Training - schreiben Sie mir dazu einfach eine Mail!

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